Heinrich-Hertz-Turm Hamburg – Entwurfsplanung Dachterrasse

Details zum Projekt

Die Pflanzung

Die Pflanzung dient der Eingrünung der Terrasse, lässt aber durch entsprechend vorgesehene Pflanzenauswahl Blickachsen entstehen, welche den Besuchern Aussichten auf das Stadtbild ermöglichen. Für den unten auf dem Messeplatz stehenden Besucher bildet die Pflanzung einen wirkungsvollen Kontrast zur modernen Fassade des neuen Gebäudes. Die Hochbeete werden mit standortgerechten Gräsern und Gehölzen bepflanzt.

Die Auswahl der Pflanzen wird ein abwechselndes, kontrastreiches Bild mit blühenden Sträuchern, kontrastreichen Blattfarben und -formen erzeugen. Die Unterpflanzung dieser Sträucher erfolgt mit Gräsern in unterschiedlichen Ausprägungen und niedrigen, teils bodendeckerartig wachsenden Gehölzen, von denen eine Auswahl beispielhaft nachfolgend gezeigt wird. Die Bewässerung der Hochbeete erfolgt computergesteuert.

Dachterrasse

Auf der Dachterrasse befinden sich zwei Nebengebäude, deren Dachflächen eine extensive Begrünung erhalten und das überschüssige Regenwasser auf die Dachterrasse in die sogenannte Retentionsfläche ableiten.

Die gesamte Dachterrasse wird als Retentionsfläche ausgebildet. Anfallendes Regenwasser wird in sogenannten Retentionsboxen aufgefangen und bis zu einer bestimmten Höhe angestaut, bevor es in den öffentlichen Kanal überläuft. Dieses Wasser dient auch der zusätzlichen Bewässerung der Hochbeete. Bei nicht ausreichenden Niederschlägen erfolgt eine automatische, computergesteuerte Bewässerung.

HHT Dach rev7 systemschnitt 2

Retentionsdächer entlasten die öffentlichen Entwässerungssysteme, senken den Wasserverbrauch und tragen zur Verbesserung des Kleinklimas durch Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei. Die vorgesehenen extensiv und intensiv begrünten Dachflächen bieten zusätzlich der Tierwelt Wohn- und Nahrungshabitate, wenn auch nur in geringem Umfang. Ein weiterer positiver Effekt der Begrünung ist die Verbesserung des Ortsbildes.

Das auf der Dachterrasse sowie an der Turmfassade anfallende überschüssige Regenwasser wird über drei vorgesehene Abläufe innerhalb der Holzterrasse sowie Fassadenrinnen entlang der Fassaden von Turm und Nebengebäuden in den öffentlichen Kanal im Bereich des Messeplatzes abgeleitet. Um auch in Winterzeiten eine sichere Ableitung des anfallenden Regenwassers sicherzustellen, werden Fassadenrinnen und Abläufe beheizt.

Entwässerung

Eine in Auftrag gegebene Regenwassersimulation zeigt die ausreichende Dimensionierung der Anstauvorrichtungen durch Retentionsboxen und der vorgesehenen Entwässerung durch die zuvor aufgeführten Fassadenrinnen und Dachabläufe. Unabhängig davon wird zusätzliche eine sogenannte Notentwässerung vorgesehen. Durch mögliche Starkregenereignisse hervorgerufene Jahrhundertfluten werden so über zwei Notabläufe – siehe Systemschnitt unten, welche durch die Außenwände vorgesehenen Rohraustritte entwässern, unschädlich in die Außenbereiche abgeleitet.

HHT Dach rev7 systemschnitt

Messeplatz

Der Messeplatz wird im direkten Umfeld des neuen Eingangsgebäudes durch die Bautätigkeiten berührt. Vorhandene Pflasterflächen werden aufgenommen und in Anpassung an neue Gebäudestrukturen und Stufenbereiche neu verlegt.

In unmittelbarer Nähe des Eingangsbereiches werden zusätzliche Fahrrad-Anlehnbügel, welche einbetoniert werden, vorgesehen. Es sind 34 Stellplätze anzulegen. Zwei dieser Stellplätze erhalten Ladestationen für E-Bikes. Die modernen, schlicht gestalteten Fahrrad-Anlehnbügel werden farblich auf die Fassade des neuen Eingangsgebäudes abgestimmt.

Eingangsgebäude

Das Eingangsgebäude erhält im Bereich der neuen „Stempel“ Fassadenrinnen, um hier eine fachgerechte Entwässerung sicherzustellen. Eine vorhandene Fassadenrinne wird erneuert und verlängert. Die vorhandenen Entwässerungs- und Telekomleitungen müssen aufgrund der Baumaßnahme teilweise verlegt werden. Dies gilt ebenso für die unterhalb der Treppenanlage vorhandenen Entwässerung durch Kastenrinnen. Die Entwässerung dieser Rinnen, welche bisher über eine Pumpe erfolgte, geschieht jetzt im direkten Anschluss an den öffentlichen Kanal – ohne die anfälligen und wartungsintensiven Pumpen.

Die Flächenbefestigung rund um das neue Eingangsgebäude sowie der Fahrrad-Abstellflächen erfolgt mit den vorhandenen Pflastersteinen. Das bisherige Pflasterbild bleibt erhalten bzw. wird nach Beendigung der Hochbaumaßnahme wieder hergestellt.