Die Stadt Norden plant die Erneuerung der schulischen Außenanlagen. Es geht um zwei Innenhofbereiche sowie um die Flächen am derzeitigen Fußballplatz.
Ausgangssituation Teilbereich zwischen Mensa und Gebäude H
Die Fläche ist mit zwei Spielgeräten, einer Doppelschaukel sowie einem Kletterturm bestück. Beide Geräte stehen in einer Fläche aus Fallschutzkies. Die restlichen Flächen sind mit Spielrasen begrünt. An der Ostseite steht alter Baumbestand.
Die Stadt Norden möchte hier weitere Balanciermöglichkeiten vorsehen sowie zwei vorhandene Tischtennistische unterbringen. Weitersollen die beiden vorhandenen Spielgeräte, ein Kletternetzturm (Vogelnestbaum Adlerhorst) erhalten und integriert werden. Dies geschieht durch das Zusammenlegen der vorhandenen Fallschutzflächen von bisheriger eckiger Form in harmonisch geschwungene Bereiche. Die Fallschutzflächen werden eingefasst von sogenannten Spielplatzwalzen aus Kokos. Diese eignen sich zusätzlich zum Balancieren, Sitzen und Überspringen. Weitere Geschicklichkeitsübungen werden durch Balancierpoller, ein Kettensteg und eine Drehscheibe angeboten.
Eine Pergola – mit integrierter Reckstange und Sprossenleiter, bietet Schatten. Die Wegeflächen werden umweltfreundlich mit Rasensteinen befestigt, welche auch in die vorhandenen beton-Rechtecksteinflächen (nahezu völlig versiegelt) hineinragen und so zur Grundwasseranreicherung und zur Verbesserung des Kleinklimas führen.
Ausgangssituation zweiter Teilabschnitt Innenhof
Der Innenhof des zweiten Teilabschnittes ist durch einen schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogenen Asphaltbelag befestigt. Im östlichen Bereich stehen 4 Spielgeräte, zum Teil innerhalb von Fallschutzbelägen aus Kunststoff. Die umgebenen Flächen wurden mit Beton-Rechteckpflaster befestigt.
Im westlichen Hofbereich stehen ein Ahorn und eine Birke. Der Innenhof ist so zu fast 100 % versiegelt. Im Sommer heizt sich dieser Hof daher sehr stark auf.
Um der bisher nahezu hundertprozentigen Versieglung entgegenzuwirken, wurden bis auf den Fallschutz die alten, wasserundurchlässigen Flächenbefestigungen durch versickerungsfähige Beläge (Rasenstein, wassergebundene Wegedecke) ersetzt. Dies hat positive Auswirkungen auf das Kleinklima. Um Beschattung und Hitzevorsorge zu treffen, werden 24 standortgerechte Bäume gepflanzt. Damit diese Bäume auch optimale Wuchsbedingungen erhalten, wurde das Verfahren von Wurzelkammersystemen angewandt, siehe Fotos unten.
Eine weitere Möglichkeit der Grundwasseranreicherung sowie der Wassereinsparung im öffentlichen Kanal bieten Versickerungsrigolen. Das hier eingeleitete Dachwasser kann in den tunnelartigen Behältern gesammelt werden und versickert langsam durch kleine Öffnungen im Untergrund. Eine weitere Kombination mit einer Zisterne zum Sammeln von Gießwasser ist möglich.
Freiflächenplanung dritter und vierter Teilabschnitt
Die Stadt Norden möchte hier den bisherigen Fußballplatz um die Hälfte verkleinern und drehen, eine Sechseck-Schaukel, eine naturnah gestaltete Sandspiellandschaft mit Beschattung, Kletterkombinationen, wegebegleitende Spielkombinationen zum Blanchieren und Hüpfen sowie einfache Sitzgelegenheiten vorsehen.
Eine naturnah gestaltete Sandspiellandschaft wird auf der hälftigen Fläche des bisherigen Fußballplatzes vorgesehen. Diese Fläche beinhaltet auch eine Sechseck-Schaukel, eine Reckstange, eine Sprossenleiter, das Spielgerät „Hohes Balancierseil“, Findlingswälle zum Klettern und Unterteilen der Fläche sowie einen mit einem Sonnensegel überdachten Teilbereich, siehe Planausschnitt rechts.
Neben der Möglichkeit einer Fassadenbegrünung kann anfallendes Niederschlagswasser sowohl von den befestigten Flächen als auch von den angrenzenden Dächern in die vorhandenen Grünflächen eingeleitet werden. Der anstehende Untergrund muss jedoch in der Lage sein, das überschüssige Wasser versickern zu lassen – Bodenuntersuchung erforderlich.
Die derzeitige Rasenfläche zwischen Parkplatz und Laufbahn kann z. B. als Entwässerungsmulde gestaltet werden, wenn dies die Zukunftsplanungen zulassen, siehe Planausschnitt unten. Das anfallende Dachwasser der umliegenden Gebäude kann in die dann muldenartige Vertiefung eingeleitet werden, um sich dort kurzfristig zu sammeln und anschließend langsam zu versickern. Überschüssiges Wasser kann über einen Notüberlauf in den Kanal gelangen. Die Fläche kann mit standortgerechten Bäumen bepflanzt werden.
Vorteile:
- Anreicherung des Grundwassers
- Verbesserung des Kleinklimas
- Schonung des öffentlichen Kanals
- Schaffung von wertvollen Bereichen für die Flora und Fauna
Eine weitere Möglichkeit besteht z. B. bei Parkplätzen im Rückbau von nahezu versiegelten Flächen und Befestigung mit wasserdurchlässigen Belägen.
Vorteile:
- Anreicherung des Grundwassers
- Verbesserung des Kleinklimas
- Schonung des öffentlichen Kanals
- Schaffung von wertvollen Bereichen für die Flora und Fauna


