Sanierung und Erweiterung der SHG IGS Schaumburg in Stadthagen

Details zum Projekt

Mit Erweiterung der IGS Schaumburg werden auch die Freiflächen neu geordnet und angelegt. Die Haupterschließung erfolgt über die Schachtstraße. Eine weitere Erschließung (Nebeneingang) erfolgt über einen unbefestigten Weg entlang des Gewässers „Krummer Bach“. Über die Schachtstraße erfolgt auch die Anbindung der am westlichen Grundstücksrand angeordneten Stellplätzte. Über den geplanten Haupteingangsbereich an der Schachtstraße erfolgt auch die Zuwegung zu den geplanten Fahrrad- und Mofa-Abstellplätzen.

Parkplatz

Die vorgesehenen Stellplätze werden mit sogenannten „Rasenlinern“ befestigt. Ein Großteil des anfallenden Regenwassers versickert so im Boden, trägt damit

a) zur Grundwasserneubildung bei,
b) zur Verbesserung des Kleinklimas (Luftbefeuchtung, Staubbindung, Reduzierung der Strahlungshitze),
c) Entlastung des Kanals durch Minderung des anfallenden Regenwassers durch Versickerung.

Der Parkplatz erhält fußläufige Verbindungen zum vorhandenen Nebeneingang an der Westseite des Bestandsgebäudes sowie südlich um das Gebäude herumgezogen zum Schulhof. Diese Wegeflächen erhalten im Bereich der alten Bestandsbäume eine aufgeständerte Gitterrostoberfläche, um die Wurzelräume der Bäume nicht mehr als notwendig zu beeinträchtigen. Die Zufahrten zu den Stellplätzen werden mit Beton-Großsteinpflaster befestigt. Die Entwässerung erfolgt über eine gepflasterte Rinne, befestigt aus blauroten Klinkern, farblich passend zum Blau des Bestandsgebäudes. Die Unterteilung der Stellplätze erfolgt mit den gleichen Klinkern.

Haupteingangsbereich, Fahrrad- und Mofa-Abstellplatz

Die Befestigung der Erschließungsflächen erfolgt mit rechteckigen Betonplatten in Natursteinoptik, in Bahnen verlegt. Die beigebraunen Platten passen farblich zur Holzfassade des Neubaus sowie als ausdruckstarker Kontrast zum Blau von Teilen des Bestandsgebäudes.  Ergänzt wird dieses Pflaster durch blaurotes Klinkerpflaster, hochkant bzw. als Riemchen im Reihenverband verlegt. Die unterschiedlichen Formate und Farben bilden so wirkungsvolle Kontraste.  Die Fahrrad-Abstellplätze stehen in einer mit Katzenkopfpflaster (Beton) befestigten Teilfläche, die Mofa-Abstellplätze werden durch die vorgenannten Klinker betont. Das Katzenkopfpflaster ist farblich auf den Plattenbelag abgestimmt.

Diese Flächenbefestigung setzt sich im südlichen und östlichen Schulhofbereich fort. Im Bereich der Altbäume erfolgt aus Gründen des Baumschutzes eine Flächenbefestigung mit beigefarbenem Brechsand, farblich passend zum Plattenbelag.

Möblierung

Ein Blickfang des Schulhofes werden die großen Sitzpodeste sein. Die Sitzpodeste werden in ein- bis dreistufiger Weise ausgebaut werden.

Weitere Sitz-, Lern- Chill- und auch Ruhebereiche werden, verteilt auf dem Schulhof, neben Bewegungsangeboten vorgesehen. Die geplanten Sitzmöbel haben nicht das übliche Erscheinungsbild von Möbeln für Stadtplätze. Sie wirken robuster und – im positiven Sinn – grobschlächtiger und sprechen durch dieses Aussehen jugendliche Nutzer eher an. Diese Möbel werden als Bank-Tisch-Bank-Gruppen sowie als Sitztreppen in zwei- und dreistufiger Ausführung vorgesehen. Die Metallteile dieser Möbel werden im Blau des Bestandsgebäudes lackiert.

Bewegung

Verschiedene Bewegungsgeräte, wie hier dargestellt eine Calisthenics-Anlage,  Balancierbalken und Baumstämme bieten unterschiedliche Möglichkeiten der sportlichen Bewegung nach längerem Stillsitzen im Unterricht.

Platz am Gewässer „Krummer Bach“

Im Bereich Krummer Bach sind Sichtbeziehungen und wegeläufige Verbindungen zum benachbarten Schulgebäude vorgesehen. Um hier diese Funktion zu verstärken und das Erleben am Wasser noch besser zu ermöglichen, wird hier eine Platzsituation mit zusätzlichen Sitzstufen direkt am Wasser, neben dem großen Sitzpodest, vorgeschlagen.

Bepflanzung Der Großteil der vorhandenen Gehölze, insbesondere der wertvollen Bestandsbäume kann und soll erhalten und in die Anlage integriert werden. Im Bereich Schachtstraße werden einige Gehölze gepflanzt. Die Grünflächen sollen z. T. als Blumenwiese, zu den Randbereichen hin durch dichte Gräserpflanzungen (Ostseite) und inselartige Gräserpflanzungen (Westseite) gestaltet werden. Die südlichen Bereiche verbleiben größtenteils in ihrem derzeitigen Zustand bzw. werden spielwiesenartig angelegt.