Für den Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Julianenpark wurde ein Entwicklungskonzept erarbeitet, um die Potentiale des Parks für die Naherholung und das Naturerleben wieder zu wecken. Das Entwicklungskonzept sieht die Sanierung der Gehölzbestände, des Wegesystems, der Entwässerung mit Teichanlage vor. Weiter sind zusätzlichen Maßnahmen wie

  • die Erweiterung des Spielplatzes (Abenteuerspielplatz),
  • der Bau eines Bouleplatzes,
  • die Anlage einer Streuobstwiese,
  • die Sanierung der Teichanlage,- die Wiederherstellung eines historischen Kiosks,
  • der Bau von Steganlagen

für mehr Aufenthaltsqualität im Park sorgen.
Im Rahmen dieser Arbeiten soll der gesamte Park gemäß des unten aufgeführten Pflegekonzeptes saniert werden.

Auftraggeber
Stadt Leer

Planung
Dipl. Ing. Werner Klöver, Garten- + Landschaftsplaner, Leer

Wasserlandschaften

Nach Fertigstellung der notwendigen Teichentschlammung bietet sich der Bau von Holzsteganlagen an, um den Besuchern noch bessere Möglichkeiten zu bieten, sich am Wasser aufzuhalten und die dortige Tierwelt zu beobachten.

Maßnahme 1

Holzsteganlage am großen Teich. Die ca. 12 x 15 m große Plattform kann mit fest installierten Bänken und Tischen bestückt werden. Am Ufer sind üppige Röhrichtbestände dargestellt, die der Artenvielfalt und der Gewässerreinigung dienen. Der Julianenparkteich erhält dadurch einen naturnahen Charakter und lädt zum Beobachten der lebenden Tierwelt (z. B. Libellen, Amphibien, Wasservögel, Teichrohrsänger) ein.

Wegebau

Die vorhandenen Wege im Julianenpark befinden sich teilweise in einem schlechten Zustand und sind für Rollator- und Rollstuhlbenutzer oft nicht nutzbar. Das oben genannte Pflegekonzept zeigt Möglichkeiten auf, wie hier durch die Stadtwerke Leer im Rahmen der Parkpflege Abhilfe geschaffen werden kann und muss.

Maßnahme 3

Bestand
Unsichere Grabenüberführung mit zu kleinem Geländer und weichem Wegebelag, welcher von Rollator- und Rollstuhlfahrern kaum genutzt werden kann. Die viel zu kleinen Geländer bieten keine ausreichende Absturzsicherung in den tiefen Graben.

Grabenüberführung neu
Vorschlag für eine Wegebefestigung mit hochkant verlegtem Kohlebrandklinker, welcher dem im Stadtgebiet von Leer oft verlegten, historischen Klinker ähnelt. Einfassung des Übergangs mit einer niedrigen Feldsteinmauer. Absturzsicherung durch ein ausreichend dimensioniertes Holzgeländer.